Asiens Fragen an Amerikas nächsten Präsidenten

NEW YORK – In einem der längsten amerikanischen Präsidentschaftswahlkämpfen der Geschichte ist keine der Parteien auf eine der wichtigsten aktuellen Fragen eingegangen: Wie können die Vereinigten Staaten ihre inneren Angelegenheiten erfolgreich mit einem zunehmend vom Wettbewerb geprägten Weltmarkt in Einklang bringen?

Es ist im In- wie im Ausland unmöglich, das Ausmaß und die Tragweite der Veränderung zu ignorieren, die den Globus umwälzt, insbesondere in Asien. Während sich die US-Wirtschaft in der letzten Phase einer grundlegenden Verschiebung von verarbeitenden hin zu dienstleistungsorientierten Industrien befindet, sind China und Indien im Kommen, und in ganz Asien fordern Muslime lautstark eine größere Rolle in internationalen Angelegenheiten.

Dennoch schleichen die demokratischen Präsidentschaftskandidaten Hillary Clinton und Barack Obama sowie der nominierte Kandidat der Republikaner John McCain weiterhin um solche Fragen herum. Stattdessen haben sie die amerikanische Außenpolitik in ihren Kampagnen auf endlose Debatten über die Kriege in Irak und Afghanistan und den Sinn des Nordamerikanischen Freihandelsabkommens (NAFTA) reduziert.

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