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Hilft Chinas wachsende Bedeutung dem südlichen Afrika?

China und dem südlichen Afrika wurde in den letzten Jahren zunehmend internationale Aufmerksamkeit zuteil, aber aus sehr unterschiedlichen Gründen. Als aufstrebende, sich rapide modernisierende Macht steht China – bereits jetzt ständiges Mitglied im UN-Weltsicherheitsrat – nun kurz vor der angestrebten G8-Mitgliedschaft und einer einflussreichen Rolle in der Welthandelsorganisation.

Im Gegensatz hierzu leidet das südliche Afrika unter Problemen. Seine Bedeutung innerhalb der Weltwirtschaft ist marginal: Es ist kaum in die weltweiten Investitionsströme eingebunden und ist, was den Export seiner Rohstoffe, Zollpräferenzen und Finanzhilfen angeht, von den Märkten im Norden abhängig. Eine beachtenswerte Ausnahme bildet Südafrika, das am ehesten in der Lage scheint, die wirtschaftliche Integration der Region voranzutreiben. Auch Südafrika jedoch leidet unter chronischen sozialen Problemen und einem verglichen mit Ostasien blutarmen Wirtschaftswachstum.

Was für Implikationen hat Chinas Auftauchen auf der globalen Bühne für das südliche Afrika? Kann China dazu beitragen, die ärmste Region der Welt aus ihrer tiefen wirtschaftlichen und politischen Malaise herauszuheben?

Theoretisch zumindest eröffnet Chinas rapides wirtschaftliches Wachstum, so es denn anhält, dem südlichen Afrika – nicht zuletzt durch eine Festigung der Rohstoffpreise und die daraus resultierende Stärkung seiner Handelsbedingungen – eine äußerst vielversprechende wirtschaftliche Chance. Dies wiederum würde regionsübergreifend die anfälligen Zahlungsbilanzpositionen stützen und so potenziell zur Lösung der tief greifenden Schuldentilgungsprobleme beitragen.