Mauricio Macri and his wife Patrik Stollarz/Getty Images

Verheißungen und Gefahren der argentinischen G20-Präsidentschaft

WASHINGTON, DC – Wir schreiben Juni 2016 und für den argentinischen Präsidenten Mauricio Macri scheint es aufwärts zu gehen. Gerade wurde Argentiniens G20-Präsidentschaft im Jahr 2018 bestätigt. Der Präsidentschaftswahlkampf in den USA spitzt sich zu, aber es scheint beinahe sicher, dass Hillary Clinton zur demokratischen Kandidatin gekürt wird und einem Sieg im November entgegensieht. Macri ist optimistisch, dass er seine internationale Agenda mit einer gleichgesinnten Verbündeten vorantreiben können wird.

Schneller Vorlauf in die Gegenwart. Macri nimmt wohl händeringend zur Kenntnis, dass das internationale Umfeld von heute weitaus heraufordernder ist, als er wahrscheinlich angenommen hat. Dennoch ist hinsichtlich der bevorstehenden argentinischen G20-Präsidentschaft nicht alles verloren.

Freilich wird es nicht einfach, gegen US-Präsident Donald Trump und seine Agenda des „Amerika zuerst“ anzutreten. Auf dem G20-Gipfel in Hamburg im letzten Monat gelang es Trump bereits, sich von den anderen 19 Staats- und Regierungschefs, darunter auch Macri, zu isolieren, indem er seine Entscheidung, sich aus dem Pariser Klimaabkommen zurückzuziehen bekräftigte – aus einem Abkommen, dass praktisch die gesamte internationale Gemeinschaft für unumkehrbar hält.  

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