Dog California Drought Jeremy Woodhouse/Getty Images

Wo ist all das Wasser hin?

MANILA – Wir leben auf einem ausgetrockneten Planeten. Bauern pflügen ausgedörrtes Weideland und Politiker schlagen sich mit leeren Stauseen, trockenen Flussbetten und durstigen Städten herum. Und all das sind nur oberflächlich Kratzer – im wahrsten Sinne des Wortes – des Wasserproblems des Planeten. Auch die Grundwasserspeicher, die so etwas wie den Wasserreservetank der Welt darstellen, trocknen aus. Wenn das so weitergeht, könnte das verheerende Folgen haben, ganz besonders für das schnell wachsende Asien, das Probleme mit der Wasserversorgung hat.

Grundwasserspeicher sind Wasserdepots tief in der Erde, in durchlässigen Felsen, in Erde oder Sand. Und sie enthalten circa 100 Mal mehr Wasser als das, das wir in Flüssen, Seen und Marschen auf der Erdoberfläche finden. In Afrika, Südamerika oder Teilen von Europa steht man meistens keine hundert Meter über einem Grundwasserspeicher.

Oberflächenwasserressourcen wie entsalztes Meereswasser oder recyceltes Abwasser können die globale Lücke zwischen Angebot und Nachfrage nicht schließen, die bis 2030 ungefähr 40 Prozent erreichen wird. Also werden Grundwasserreservoirs immer mehr für Landwirtschaft, Stromerzeugung und die tägliche Nutzung in den schnell wachsenden Städten verwendet (das urbane Asien wächst mit einer Quote von 120.000 Menschen pro Tag).

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