Afrika jenseits von Ebola

MADRID – Als Teil der schweren Sorgen dieses Sommers hat die Ausbreitung der Ebola die Diskussion über das Afrika südlich der Sahara monopolisiert und überholte Vorstellungen von Chaos und Verzweiflung wiederbelebt – gerade zu dem Zeitpunkt, als ein neues Bild eines dynamischen Afrikas entstanden war. Tatsächlich gibt es immer noch gute Gründe, die Aussichten der Region optimistisch zu betrachten.

Drei Schlüsselereignisse in der Region wurden durch den Ebola-Ausbruch überschattet: Am ersten Juli wurde eine große organisatorische Umstrukturierung der Weltbankgruppe durchgeführt. Zwei Wochen später verkündeten die BRICS (Brasilien, Russland, China und Südafrika) die Gründung der Neuen Entwicklungsbank. Und Anfang August trafen sich afrikanische Staats- und Unternehmensführer in Washington, DC, auf einem Gipfel zur Förderung transformierender privater Investitionen in Afrika.

Solche Investitionen sind in einer Welt, in der die Nettozuflüsse von Privatkapital in die Entwicklungsländer die offizielle Entwicklungshilfe um das Zehnfache übertreffen, von entscheidender Bedeutung. Soll dies für Afrika ein Wendepunkt sein und keine weitere trügerische Hoffnung, muss dieser Sommer der Beginn anhaltender Bemühungen sein, das Engagement des privaten Sektors zu stimulieren.

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