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Gibt es eine Alternative zum Einmarsch in den Irak?

Nachdem nun die UNO-Inspektoren im Lande sind und sich der 8. Dezember nähert, an dem der Irak seine Massenvernichtungswaffen (in the text you have "weapons of mass production" meaning obviously "mass destruction") und die entsprechenden Produktionsstätten offenlegen soll, muß sich die Welt einer schwierigen Frage stellen: Was soll geschehen, wenn Saddam Hussein sich der Resolution des Sicherheitsrates hinsichtlich der Massenvernichtungswaffen

nicht fügt? Es besteht die Chance, dass sich der irakische Präsident fügen wird. Aber der Rat hat "ernste Konsequenzen" angekündigt, wenn er das nicht täte. Welche sollen dies sein? Wir wissen aus Erfahrung, dass weder politischer Druck noch wirtschaftliche Sanktionen Saddam hinreichend weh tun. Nur Kampfmaßnahme werden Erfolg haben.

Doch die bisher einzige militärische Möglichkeit, die uns vorgestellt wurde, ist die Invasion, um einen Regimewechsel durchzusetzen - sie bedeutet den totalen Krieg. Einen Krieg auszulösen ist immer ein schwerwiegender Schritt und seine Auswirkungen lassen sich niemals eindeutig vorher absehen. Im Hinblick auf diesen gibt es fünf Schlüsselbereiche für Ungewissheiten und Risiken.

Zunächst dürfte der Krieg kein so leichtes Tänzchen sein, wie einige behaupten. Churchill schrieb einmal: "Nehmen Sie nie und niemals an, dass ein Krieg leicht und reibungslos vonstatten geht." Gehirngewaschene irakische Streitkräfte und ein Regime, das auf allen Ebenen an Saddams Verbrechen beteiligt ist, würde nicht nur (wie im Golfkrieg von 1991) dafür kämpfen, seine Eroberung zu behalten, sondern es würde nun das eigene Vaterland verteidigen. Dies würde auch die Möglichkeit von Straßenkämpfen in Bagdad mit sich bringen, ferner aus Verzweiflung den Einsatz von biologischen oder chemischen Waffen, einen Angriff, um Israel in den Krieg hineinzuziehen, es würde eine große Zahl von Toten beim Militär und in der Zivilbevölkerung bedeuten und die weitere Zerstörung einer bereits geplünderten Gesellschaft.