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Werft den amerikanischen Protektionismus über Bord

WASHINGTON, DC – Wenn man etwas 99 Jahre lang versucht hat, und die Lage verschlechtert sich immer mehr, ist es Zeit, etwas Neues zu probieren. 1920 verabschiedete der Kongress der Vereinigten Staaten ein Gesetz für die Handelsmarine (Merchant Marine Act, auch als Jones Act bekannt), um die amerikanische Schifffahrtsindustrie zu schützen und die nationale Sicherheit zu stärken. Aber das Gesetz hat die Industrie fast völlig zerstört und den amerikanischen Unternehmen, den Konsumenten und der Umwelt erhebliche Kosten aufgebürdet. Daher muss es versenkt werden.

Der Jones Act fordert, dass alle Waren, die zwischen amerikanischen Häfen transportiert werden, mit Schiffen befördert werden, die unter US-Flagge fahren, deren wichtigste Teile in den USA hergestellt werden und die vollständig in Amerika zusammengebaut werden müssen. Diese Schiffe müssen sich zu mindestens 75% in US-Eigentum befinden, und ihre Besatzung muss zu 75% aus Amerikanern bestehen. Und wenn ein solches Schiff unter US-Flagge in Übersee repariert werden muss, erheben die USA 50% Steuern auf die Reparaturkosten.

Der Warentransport zwischen zwei Häfen desselben Landes wird „Kabotage“ genannt. Das Weltwirtschaftsforum nennt den Jones Act das weltweit restriktivste Kabotagegesetz, und die OECD sieht die USA bei der Strenge ihrer Schifffahrtsregeln hinter China und Indonesien an dritter Stelle.

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