0

Amerikas Beschäftigungsdilemma

BERKELEY – Es gibt immer zwei Wege Beschäftigung kurzfristig zu fördern. Der erste besteht darin, die Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen anzukurbeln und sich dann zurückzulehnen und zu beobachten wie Unternehmen Personal einstellen, um die Waren und Dienstleistungen zu produzieren, die diesen Bedarf erfüllen. Der zweite Weg besteht darin, sich keine Gedanken über die Produktion von Waren und Dienstleistungen zu machen, sondern zu versuchen die Beschäftigung durch direkte Einstellungen durch die Regierung direkt zu fördern.

Der erste Weg ist besser: Das Ergebnis sind nicht nur mehr Arbeitsplätze, sondern es werden auch mehr nützliche Dinge produziert. Das Problem besteht darin, dass diese Methode nicht besonders schnell greift. Sie ist „long and variable lags“ unterworfen, wie Milton Friedman es nannte: langen Zeitverzögerungen, die starken Schwankungen unterliegen. Somit hätten Vorgehensweisen, die darauf abzielen die Beschäftigung bis zum, sagen wir, Ende dieses Kalenderjahres anzukurbeln, vor etwa einem Jahr begonnen werden müssen, um Zeit zu haben ihre volle Wirkung zu entfalten.

Einige Länder – so etwa China – haben tatsächlich vor einem Jahr derartige politische Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen durchgeführt und die Vorteile machen sich bereits bemerkbar. Andere, wie die Vereinigten Staaten, haben es nicht getan, und so beläuft sich die Arbeitslosenquote weiter auf etwa 10%.

Das heißt nicht, dass die Regierung Obama nicht versucht hat die Beschäftigung zu fördern. Vor einem Jahr hat sie fünf politische Initiativen in Gang gesetzt: