Amerikas Herausforderungen hinsichtlich Beschäftigung und Wachstum

NEW YORK – Für viele, wenn nicht gar für die meisten Amerikaner schien die Krise, die 2008 über sie hereinbrach – und langsames Wachstum, steigende Arbeitslosigkeit und große Angst unter den Wählern nach sich zog  – aus dem Nichts zu kommen. Sicher, auch die große Mehrheit der Ökonomen, Investmentanalytiker, Finanzunternehmen und Regulierungsbehörden hat die wachsende Gefahr nicht erkannt. Dabei hatte diese Entwicklung profunde Ursachen. 

Während der genaue Zeitpunkt des Ausbruchs einer Krise unmöglich vorherzusehen ist, waren die deutlichen Anzeichen für steigende Risiken, Verzerrungen, Strukturprobleme und Ungleichgewichte allerdings für jeden zu erkennen, der sich die Zeit nahm, über ein Jahrzehnt steigender Schulden, geringer Ersparnisse, steigender Vermögenspreise und übermäßigen Konsums nachzudenken. Die Vereinigten Staaten befanden sich vor der Krise mindestens zehn Jahre  – wahrscheinlich aber länger - auf einem untragbaren Wachstumspfad. 

Die Wiederherstellung des Gleichgewichts und die Beseitigung der Verzerrungen sollten der Schwerpunkt amerikanischer Wirtschaftspolitik sein, aber dafür braucht es Zeit, Investitionen und einen Strukturwandel. Der Haushaltssektor ist dabei von besonderer Bedeutung. Hätte sich das Hauptproblem auf übermäßiges Fremdkapital und zu hohe Risikobereitschaft auf dem Finanzsektor beschränkt, wäre der wirtschaftliche Schock zwar groß gewesen, aber die Erholung rascher verlaufen. Doch der enorme Vermögensverlust der Haushalte brachte die Realwirtschaft zum Erliegen (mit tatkräftiger Mithilfe der Kreditklemme im Hinblick auf kleinere Unternehmen). 

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