France's President Emmanuel Macron and German Chancellor Angela Merkel LUDOVIC MARIN/AFP/Getty Images

Warum „Amerika zuerst” „Europa vereint“ bedeutet

BRÜSSEL – Eines der Hauptargumente für einen Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union lautete, dass das Vereinigte Königreich auf sich allein gestellt in der Lage sein wird, bessere Handelsabkommen mit anderen Ländern – und sogar mit Europa – abzuschließen. Laut Austrittsbefürwortern wie dem britischen Außenminister Boris Johnson gibt es„ nur einen Weg, die von uns gewünschte Veränderung herbeizuführen – nämlich für den Austritt zu stimmen“. Dies deshalb, weil die EU-Mitgliedsstaaten zu gespalten und mit ihren eigenen Krisen beschäftigt sind, um die Integrität des europäische Projekts zu wahren.

Doch weniger als ein Jahr vor dem „Brexit-Tag” - dem Datum, an dem die offizielle EU-Mitgliedschaft Großbritanniens endet – ist klar, dass die Hoffnungen der britischen Regierung, die Wirtschaft der EU zu spalten und anschließend zu beherrschen, zunichte gemacht wurden. Die EU-Mitgliedsstaaten haben sich nämlich während der gesamten Brexit-Verhandlungen in beeindruckender Weise geeint präsentiert. Und obwohl es im Hinblick auf den Brexit nichts zu feiern gibt, hat der Prozess zumindest gezeigt, dass Europa am stärksten agiert, wenn es vor Herausforderungen steht.  

Tatsächlich scheint die EU für viele Europäer von den Toten auferstanden zu sein. Langsam, aber sicher zeigen der französische Präsident Emmanuel Macron und Kanzlerin Angela Merkel – die mächtigsten Führungspersönlichkeiten der EU – Zeichen der Annäherung, um gemeinsam längst überfällige Reformen auf EU-Ebene umzusetzen.  

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