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Bessere globale Rahmenbedingungen zur Ausrottung von AIDS

STOCKHOLM, GENF – Diese Woche feiern wir die enormen Fortschritte, die im Kampf gegen HIV und AIDS erzielt wurden. In vielen Ländern mit guten Gesundheitssystemen ist HIV kein Todesurteil mehr, sondern eine chronische Krankheit. Und in Afrika hat man einen entscheidenden Meilenstein erreicht: mittlerweile beginnen jedes Jahr mehr Afrikaner eine HIV-Behandlung als Neuinfektionen hinzukommen.

Bei allem Grund zur Freude betrauern wir allerdings auch den Tod von 1,1 Millionen Menschen, die der Krankheit in diesem Jahr zum Opfer fielen. Jeden Tag stecken sich immer noch 6.000 Menschen mit HIV an und AIDS ist nach wie vor die Haupttodesursache bei Kindern, Jugendlichen und Frauen in Afrika.

Die Bewegung gegen AIDS spornt uns alle an,  jenen Menschen zu helfen, die immer noch vergessen werden und uns dafür einzusetzen, AIDS ein für allemal auszurotten. Glücklicherweise verfügen wir über das Wissen, die Ressourcen und – ganz entscheidend – über die politische Dynamik, um dieses Ziel zu erreichen. Auf der hochrangigen Konferenz über die Ausrottung von AIDS in diesem Jahr machten Mitgliedsländer der Vereinten Nationen ambitionierte Zusagen, die es uns ermöglichen werden, unsere Ziele rasch zu erreichen.

Überdies war Kanada im September Gastgeber einer erfolgreichen Finanzierungskonferenz für den Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria, die beinahe 13 Milliarden Dollar einbrachte, womit die Finanzmittel des Globalen Fonds für 2017-2019 aufgefüllt werden konnten. Unterdessen erhöhten die einzelnen Länder ihre nationalen Investitionen und internationale Partner – große wie kleine –  hielten ihre Unterstützung aufrecht, weswegen wir in der Lage sein werden, die 2020 für die weltweite AIDS-Bekämpfung nötigen 26 Milliarden Dollar aufzubringen.