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Afrikas Stunde der Not

WASHINGTON, DC – Es ist noch zu früh, um sagen zu können, wie hoch der gesundheitliche und menschliche Tribut sein wird, den Covid-19 in Afrika südlich der Sahara fordert. Aber die verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für die Region sind bereits offenkundig.

Ich habe seit Anfang der 1990er-Jahre immer wieder in Afrika südlich der Sahara gearbeitet, und das Ausmaß der wirtschaftlichen Herausforderung, die sich jetzt abzeichnet, ist mit keiner anderen Situation während dieser Zeit vergleichbar. Die für dieses Jahr erwartete wirtschaftliche Schrumpfung der Region – das Bruttoinlandsprodukt (BIP) soll um mindestens 1,6% und das Pro-Kopf-BIP um 4% schrumpfen – wird die stärkste seit mindestens 1970 sein.

Es gibt mehrere Gründe, warum diese Pandemie eine so starke Bedrohung für die Region darstellt. Zunächst einmal hatten frühere afrikanische Krisen, etwa infolge von Naturkatastrophen und Einbrüchen der Rohstoffpreise, stets unterschiedliche Auswirkungen auf die Volkswirtschaften der Region. Doch von den wirtschaftlichen Folgen des Virus wird kein Land verschont bleiben.

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