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Die bürgerliche Mehrheit möge sich erheben

STANFORD – Die Angst vor einer Rezession hat Europa erfasst und greift weltweit um sich. Der Rückzug Großbritanniens aus der Europäischen Union scheint nun unmittelbar bevorzustehen, und die italienische Regierung ist gerade implodiert. Der argentinische Peso bricht zusammen, weil erwartet wird, dass die Regierung von Präsident Mauricio Macri bald von einer weiteren peronistischen Regierung abgelöst wird. Der Bombenanschlag auf eine Hochzeit in Afghanistan kündigt die erneute Eskalation der Gewalt in diesem Land an. Und die Angst vor einer blutigen Niederschlagung der prodemokratischen Demonstrationen in Hongkong wie vor 30 Jahren auf dem Tiananmen-Platz wächst.

Unterdessen ist Amerika von Hitzewellen heimgesucht worden, musste widerwärtige Enthüllungen über einen vermögenden, notorischen Pädophilen mit Verbindungen zu den Reichen, Berühmten und Mächtigen verkraften und vier schreckliche Massenerschießungen durchleiden. Jeder dieser Vorfälle verdient eine sorgfältige Analyse. Doch in einer rund um die Uhr, sieben Tage die Woche eintreffenden Nachrichtenflut, die durch ungefilterte Social-Media-Beiträge verstärkt wird, wurden die unmittelbaren Reaktionen von einem Austausch parteipolitischer Schuldzuweisungen dominiert.

In der Vergangenheit betrachteten Amerikaner diejenigen, die anderer Meinung waren als sie selbst, im Allgemeinen als verbohrt, unempfänglich, individuellen wirtschaftlichen Interessen verpflichtet oder von unterschiedlichen Werten oder kulturellen Erfahrungen motiviert. Aber heute hat der Impuls, Aufmerksamkeit in den sozialen Netzwerken zu erregen, einen von übler Verleumdung und einer Taktik der verbrannten Erde geprägten Diskurs hervorgebracht, der darauf abzielt, den Gegner zu zerstören.

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