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Eine Zwei-Staaten-Lösung für Palästina?

1947 haben die palästinensischen Araber und ihre Verbündeten den Vorschlag der UN zurückgewiesen, Palästina in einen jüdischen und einen arabischen Staat zu teilen, genauso wie sie zehn Jahre zuvor einen ähnlichen Teilungsvorschlag der Peel-Kommission abgelehnt hatten. Auch in jüngerer Zeit, sowohl in Camp David als auch in Taba, Ägypten, haben die arabischen Unterhändler erneut Vorschläge zurückgewiesen, einen palästinensischen Staat neben dem israelischen zu schaffen.

Es sieht ganz so aus, als glaubten die palästinensischen Araber sowie ein großer Teil der arabischen Welt noch immer, dass sie eine bessere Lösung als die der zwei Staaten finden könnten. Nach Jahrzehnten des Konflikts scheint es, als hätten die Araber ihr Ziel, ganz Palästina in einen arabischen Staat zu verwandeln, noch immer nicht aufgegeben.

Zwar gibt es unter den führenden arabischen Persönlichkeiten Meinungsverschiedenheiten bezüglich der Taktik. Von Zeit zu Zeit diskutieren arabische Unterhändler praktische Fragen hinsichtlich der Berücksichtigung zukünftiger Nachbarstaaten, wie Staatsgrenzen, Sicherheitsmaßnahmen und Wirtschaftsbeziehungen. Es ist möglich, dass die Araber eines Tages übereinkommen, dass die Schaffung eines palästinensischen Staates, der sich der friedlichen Koexistenz mit Israel verpflichtet, eine nützliche Taktik sei.

Amerikanische und europäische Regierungen wollen diesmal offensichtlich nicht den Köder der Wirtschaftshilfe auslegen, mit der einst die Zustimmung Ägyptens und Jordaniens zu der Existenz Israels erkauft wurde. Allerdings wird die Schaffung eines palästinensisch-arabischen Staates solange wenig mehr als die vorübergehende Beschönigung eines prekären Waffenstillstands zwischen Arabern und Juden sein, wie sich die Araber nicht mit der dauerhaften Realität des jüdischen Staates in Palästina abfinden.