Eine Geschichte von zwei Wahlen

LONDON – Einzelne Wahlen verbessern die Demokratie nicht immer – eine praktische Erinnerung daran, dass die Wahlurne nur ein Teil einer jeden freien, pluralistischen Gesellschaft ist, wenn auch ein zentraler Teil. Selbstverständlich gibt es auch großartige Beispiele für Wahlen, die sowohl die Stabilität als auch die Institutionen einer Gemeinschaft stärken.

Wir haben soeben ein Beispiel der zweiten Art in Indien miterlebt, der größten und großartigsten Demokratie der Welt, wo 420 Millionen Wähler eine von der Kongresspartei geführte Regierung mit einer soliden Mehrheit wählten. In vielerlei Hinsicht war es ein persönlicher Triumph für Premierminister Manmohan Singh. Sein Sieg zeigt, dass es möglich ist, in der Politik durch Anstand, Ehrlichkeit und hohe Intelligenz erfolgreich zu sein. Sonia Gandhi und ihrer Familie gebührt ebenfalls Anerkennung dafür, dass sie die Vision einer inklusiven Gesellschaft, die Trennlinien aufgrund von Kaste, Ethnizität, Sprache und Religion ablehnt, in ihrem Wahlkampf an erste Stelle gesetzt hat.

Das Ergebnis sollte Indien dabei helfen, seine Reise zu einer Wirtschaftsnation mit hohen Wachstumsraten – wenn auch nicht ohne gelegentliche Turbulenzen – fortzusetzen und so den Lebensstandard und die Lebensqualität für die Armen zu verbessern.

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