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Eine Überlebensstrategie für die Eurozone

NEW YORK – Nach der griechischen Krise und der irischen Krise und der Ausbreitung der Ansteckungsgefahr auf Portugal, Spanien und vielleicht sogar Italien befindet sich die Eurozone in einer ernsthaften Krise. Es gibt drei mögliche Szenarien: „sich durchwursteln“, auf der Grundlage des bisherigen Ansatzes von „Geld leihen und beten“, „Auflösung“, „mit ungeregelten Umschuldungen und dem möglichen Austritt von schwächeren Mitgliedern“ und „größere Integration“ mit irgendeiner Form von Steuerunion.

Das Durchwurstel-Szenario – mit einer Finanzierung für Mitgliedsstaaten in Schwierigkeiten (unter der Bedingung von Finanzanpassungen und Strukturreformen), in der Hoffnung, dass sie wenn auch nicht liquide, aber trotzdem zahlungsfähig sind – ist ein instabiles Ungleichgewicht. Es könnte sogar zu dem Szenario der ungeregelten Auflösung führen, wenn nicht bald institutionelle Reformen und andere politische Maßnahmen zur Förderung einer engeren Integration und der Wiederherstellung des Wachstums in der Peripherie der Eurozone eingeführt werden.

Die Krise begann mit einer zu hohen Privatverschuldung, aus der eine zu hohe Staatsverschuldung und zu hohe staatliche Defizite wurden, während die Krise und die Rezession eine Verschlechterung der Steuereinnahmen auslöste und private Verluste über Rettungspakete für Finanzsysteme aufgefangen wurden. Dann schnürten der Internationale Währungsfonds und die EU Rettungspakete für Staaten in Schwierigkeiten, die bereits den Marktzugang verloren hatten - Griechenland und Irland.

Aber es wird kein Rettungspaket für die Superstaaten geben, wenn sich herausstellt, dass sie zahlungsunfähig sind. Das heißt, die aktuelle Strategie, den schwarzen Peter einfach weiterzureichen, wird bald an ihre Grenzen stoßen und man wird einen anderen Plan zur Rettung der Eurozone brauchen.