Paul Lachine

Allgemeinverständliche Wirtschaftswissenschaften

NEW HAVEN – Wir erleben gerade einen Boom der populärwissenschaftlichen Wirtschaftslehre: Bücher, Artikel, Blogs, öffentliche Vorträge, die von der Öffentlichkeit aufmerksam verfolgt werden.

Vor kurzem nahm ich beim Jahrestreffen der American Economic Association in Denver an einem Podiumsgespräch über dieses Phänomen teil. Bei der Diskussion trat ein augenscheinliches Paradox zutage: Der Boom in der populärwissenschaftlichen Wirtschaftslehre findet zu einem Zeitpunkt statt, zu dem die Allgemeinheit ihren Glauben an die professionellen Wirtschaftswissenschaftler verloren zu haben scheint, weil fast alle von uns daran gescheitert sind, die aktuelle Wirtschaftskrise – die größte seit der Großen Depression – vorherzusagen, ja noch nicht einmal davor gewarnt haben.

Warum kauft die Öffentlichkeit dann mehr Bücher von professionellen Wirtschaftswissenschaftlern?

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