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Ein Globaler Grüner New Deal

NAIROBI – Die Arbeitslosigkeit steigt rasant, die Konkursmeldungen klettern in die Höhe und die Börse befindet sich im freien Fall: Auf den ersten Blick könnte es vernünftig erscheinen, den Kampf gegen den Klimawandel sausen zu lassen und Umweltinvestitionen auf Eis zu legen. Doch wäre dies ein verheerender Fehler mit unmittelbaren sowie mehrere Generationen umspannenden Folgen.

Umweltinvestitionen sind weit davon entfernt, eine bereits überlastete und überstrapazierte Wirtschaft weiter zu belasten – sie sind genau das, was gebraucht wird, um den Menschen wieder Arbeit zu geben, die Auftragsbücher zu füllen und dazu beizutragen, dass die Volkswirtschaften wieder genesen.

In der Vergangenheit wurde die Sorge um die Umwelt als Luxus angesehen; heute stellt sie eine Notwendigkeit dar – eine Tatsache, die bislang von einigen, aber keineswegs von allen Wirtschaftsarchitekten begriffen wurde.

Ein großer Teil von Präsident Barack Obamas 825 Milliarden-Dollar-Konjunkturpaket für die Vereinigten Staaten entfällt auf die Förderung der erneuerbaren Energien, die Wärmeisolierung von einer Million Wohnhäusern und die Verbesserung des maroden Stromnetzes des Landes. Diese Investitionen könnten schätzungsweise fünf Millionen „grüne Jobs“ schaffen, dem Bau- und Ingenieurswesen einen Schub geben und Amerika zurück zu dem ebenso ernsten Unterfangen bringen, gegen den Klimawandel anzukämpfen und Energiesicherheit zu erreichen.