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Into Africa

Afrikas Immunität

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2009-03-26

ACCRA – Die Vereinigten Staaten verlieren immer mehr Arbeitsplätze. Großbritannien verstaatlicht seine Banken. Einst hochfliegende kleine Wirtschaftsnationen wie Irland, Ungarn und Island brechen zusammen. Selbst das robuste China und Indien erleben ein langsameres Wachstum, verminderten Ehrgeiz und zerbrochene Träume.

Doch in Afrika unterhalb der Sahara gibt es wenige Anzeichen für die globale Finanzkrise, die die kapitalistische Welt verzehrt.

In modernen afrikanischen Städten bleiben die Preise für Wohnhäuser astronomisch hoch. Ein Haus im typisch westlichen Stil in Kampala oder Accra kostet derzeit z. B. das Zwei- oder Dreifache eines vergleichbaren Hauses in Cleveland oder anderen Städten im Herzen Amerikas. Während die Immobilienpreise von Madrid bis Dublin und von Miami bis Los Angeles einbrechen, bleiben die afrikanischen Preise nahezu oder effektiv auf Rekordhöhe.

Afrikanische Banken sind unterdessen im Vergleich zu ihren mit Schulden beladenen Pendants in den USA und Europa grundsolide. Während internationale Banker pleite machten, indem sie massenweise faule Kredite vergaben, blieben die afrikanischen Banker dabei, ihre Gewinne auf altmodische Art zu erwirtschaften: Sie zahlten den Einlegern sehr wenig und erzielten eine große Gewinnspanne, indem sie gesicherte Staatsschulden kauften, die gesunde Einnahmen brachten.

Selbst die staatliche Defizitfinanzierung – lange der Fluch Afrikas – erscheint im Vergleich zu den ungeheuren Schulden, mit denen die USA und einige europäische Länder konfrontiert sind, regelrecht mickrig. Die neue Regierung Obama schlägt Ausgabenprogramme vor, die ein US-Rekorddefizit von über einer Billion Dollar schaffen würden – und das zusätzlich zum Rekorddefizit der alten Regierung Bush.

Dennoch gibt es gute Gründe für die Annahme, dass es nur eine Frage der Zeit ist, bis Afrika und seine Völker die negativen Auswirkungen der globalen Krise zu spüren bekommen. Von Ghana bis Kenia haben die Regierungen immer größere Schwierigkeiten, Geld für Infrastrukturprojekte aufzubringen und Staatsschulden zu verkaufen.

Die ausländischen Investitionen in Afrika unterhalb der Sahara, die in den letzten Jahren Rekordhöhen erreichten, gehen zurück, was von der Vorsicht der Investoren zeugt und nicht von einem zugrundeliegenden Mangel an Optimismus für die Region. Zudem könnten die Rohstoffexporte an China, Indien, Europa und die USA – ein Schlüsselfaktor in Afrikas jüngstem Wachstumsschub – leiden, einfach weil der globale Konjunkturrückgang bedeutet, dass überall weniger verbraucht wird.

All diese Faktoren weisen darauf hin, dass eine afrikanische Finanzpleite möglich ist. Beliebte Kapitalbeteiligungen, wie z. B. Aktien von Safaricom, werden bereits auf einem unerwartet niedrigen Niveau gehandelt. Wenn die Immobilienpreise dramatisch fielen, könnte eine Kettenreaktion stattfinden, die große und kleine Investoren gleichermaßen zu Fall bringen und mit der Zeit zu allgemeinem Leid unter einfachen Afrikanern führen würde.

Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Immobilienpreise stabil bleiben, wird die globale Krise sicher zu einem Rückgang der Überweisungen von Afrikanern führen, die in Europa, den USA, Kanada, Australien und im Nahen Osten in guten Jobs arbeiten.

Es wird angenommen, dass die Überweisungen bereits zurückgehen, was logisch erscheint: Einwanderer in reichen Ländern sind und bleiben überproportional stark von der verlangsamten Wirtschaftsaktivität betroffen. Sogar die Immigration selbst könnte sich dramatisch verlangsamen, was von der Länge und Tiefe des Konjunkturrückgangs abhängt. Wenn weniger Afrikaner in reichen Ländern arbeiten, bedeutet dies, dass in afrikanischen Ländern automatisch weniger Geld im Umlauf ist.

Der Rückgang der Überweisungen ist jedoch eine zweischneidige Sache. Die Überweisungen haben seit Langem in vielen Teilen Afrikas die Inflation angetrieben. Einem ugandischen Arzt, der in Norwegen arbeitet, ist es beispielsweise relativ egal, wie viel ein Bier in Kampala kostet. Er ist auch bereit und in der Lage, für Dienstleistungen mehr zu bezahlen als ein Arzt vor Ort – und natürlich für eine Wohnung in Uganda. Wenn der Strom der Überweisungen nach Uganda abnimmt, könnte dies eine geringere wirtschaftliche Aktivität bedeutet – oder einfach niedrigere Preise.

Die Kernschmelze der Finanzmärkte in den USA, die die globale Krise herangezüchtet hat, wird entweder unter Kontrolle gebracht oder sie droht in eine neue, bösartigere Form zu mutieren, die nicht nur Amerikas auf Handel und Makeln basierende Kreditwirtschaft, sondern auch seine Realwirtschaft der Waren und Dienstleistungen zerstören könnte. Präsident Barack Obama, der sich so verhält, als bliebe das letztere Szenario wahrscheinlich, setzt auf großangelegte staatliche Ausgaben, um die Realwirtschaft zu stützen. Wenn seine Regierung erfolgreich ist, steigen die Chancen, dass Afrika relativ unbeschadet bleibt.

Doch selbst wenn Obama scheitert, sollten die Afrikaner den schlimmsten Folgen der globalen Krise sowohl aus guten als auch aus schlechten Gründen entkommen. Die guten Gründe haben mit der afrikanischen Eigenständigkeit zu tun sowie mit einem wachsenden Bewusstsein unter Experten und politischen Entscheidungsträgern, dass Handel innerhalb der Region – insbesondere zwischen dem städtischen und dem ländlichen Afrika – letztlich enorme Vorteile bringt.

Ein weiterer Faktor, der sich positiv auf Afrika auswirkt, ist die geringe Abhängigkeit seiner privaten Unternehmen und Verbraucher von geliehenem Geld. Die Menschen bezahlen Waren und Dienstleistungen in der Regel bar, egal wie teuer sie sind. In den USA sind Kredite für Autos und Wohnungen – Kredite, die jetzt nicht zurückgezahlt werden – der Hauptfaktor für die Finanzkrise. In Afrika leihen sehr wenige Menschen Geld für derartige Anschaffungen.

Afrikas auf Bargeld beruhende Wirtschaft hat in der Vergangenheit die Entwicklung gehemmt. Schließlich kann geliehenes Geld das Wachstum ankurbeln, indem es den Menschen ermöglicht, mehr auszugeben, als sie haben. Doch heute stellt die afrikanische Gepflogenheit, direkt zu bezahlen, einen leistungsstarken Schutz vor einer finanziellen Ansteckung dar.

Man kann Afrikas paradoxe Wirtschaftslage auch anders betrachten und einräumen, dass die historische Marginalisierung der Region innerhalb des internationalen Finanzsystems – die sie in Zeiten des globalen Überflusses so teuer zu stehen kam – sich als unerwarteter Vorteil erweist, wenn die Reichsten der Welt todkrank sind.

G. Pascal Zachary ist Autor von Married to Africa: a Love Story.

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alykhansatchu 12:12 07 May 09

Dear Pascal,

I, for one, will certainly be buying your book. I will also be happy to interview you for my site www.rich.co.ke, if that works for you.

I commend you on teasing out the story in all its nuances. If I might add my pennys worth.

The growth story is very much in tact. I feel its a late cycle IT led [as oppose to Industrial Revolution] convergence with the Globe. That the c21st will ultimately be one where Intellectual Capital will prove the most valuable and that because of SSA's isolation, we have imputed a very low value on SSA Intellectual capital. It is in the books at a very low and egregious price. The Mobile Phone [and just look at the innovation - The Mobile Wallet and Mobile Internet and a host of new products are being established at lightning speed- MPESA is one example - By the way if you want to track the Safaricom share price you mention you can via my site www.rich.co.ke register and Level 1 Prices are free to view during trading hours 0930-1500 Kenya time - You are right the price is egregiously underpriced] and the landing of the Cables is set to massively accelerate this connection. Our People have had to make a living in adversity in many ways and are entrepreneurial, it will be like flicking a switch. Do you remember that picture of Africa the Dark Continent. Well imagine it lit up. To look in the rear view mirror is to see that darkness at the very moment that we sit on the very cusp, the inflexion point.

Modelling the future is therefore very tricky because of the disjunctive nature of the moment.

There will also be a massive Political consequence to all this. Its like jumping from the Middle Ages straight into the c21st in a very short space. The dynamic between the Rulers and The Ruled is in a major flux. The Demographics the skew to under 30 is also relevant.

I think we are also witnessing a trend change away from the slam dunk Commodity extraction trade bias towards the Consumer that you so rightly point out.

Nevertheless SSA did not enjoy even 7 fat years. We were on an accelerated curve but from a very low base. Our larders are hardly overflowing. The Tsunami wave is clearly washing up on our shores. As Gideon Gono Economics goes from the deep fringe to the deep centre and Bernanke and Mervyn King print money like there is no tomorrow, we too are seeing a slow down and it is clear we need to mitigate this.

Hindsight has shown that our Stock markets fell further than EM and Developing markets as Fast Money hit the ejector button. This created a FAT TAIL and in order to exit this we need to re ignite things, otherwise the near term trough will be a lot deeper.

As the World talks of Smart Infrastructure, the one thing I know is that Leap frog Infrastructure spend right now will pay off many times over. It will cement the cross border SSA activity and bring efficiencies to the Continent and it will have a deep and positive African dynamic.

To wit I think Africa needs to put a Marshall Plan for Africa that starts with the following premise. We will build 6 lane highways from the Cape to Cairo, from East to West and we will join all points in between. We will build high speed railways along side. The markets are certain to come. Moreover, we will need no less than $100b. For that we will securitise the toll receipts and rail receipts. We will provide real time data. It will be smart software and transparent. The money will come. We wil have Continent wide oversight and once the thing is off the ground Each State will be given their piece. Not Free because AID [for the most part] has just created this overarching Bureaucracy [Both in the Recipient Country and at a supra national level] who sit atop and stifle the African Entrepreneur.

We need to do it now.

CARPE DIEM

Aly-Khan Satchu

www.rich.co.ke

Nairobi