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Wer soll an die Spitze der Weltbank?

WASHINGTON – Wenn Robert Zoellick im Juni sein Amt als Präsident der Weltbank aufgibt, wird es erneut um die heikle Frage gehen, wer an die Spitze der Bretton-Woods-Zwillinge (Weltbank und Internationaler Währungsfonds) treten soll. Bei ihrer Geburtsstunde warnte John Maynard Keyton davor, dass diese Institutionen, wenn sie keine guten Präsidenten bekämen, „in einen ewigen Schlaf verfallen würden“, und dass man „niemals mehr etwas von ihnen in den Gerichten und auf den Märkten der Menschheit hören würde“.

Wenn man einen guten Präsidenten finden will, benötigt man natürlich einen sorgfältigen Auswahlprozess. Zurzeit steckt die Welt jedoch in genau dem Gegenteil: einem schrecklich antiquierten Prozess, bei dem die USA und Europa trotz ihrer wirtschaftlichen Probleme ein Monopol auf die jeweilige Präsidentschaft von Bank und IWF besitzen.