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Der außenpolitische Spagat der Türkei

EAST LANSING, MICHIGAN – Die Türkei hat sich in den vergangenen Wochen zur Speerspitze einer gemeinsamen westlich-arabischen-türkischen Politik entwickelt, die darauf abzielt Präsident Baschar al-Assad in Syrien zum Rücktritt zu zwingen. Das ist eine deutliche Kehrtwende in der türkischen Politik, denn in den vergangenen zwei Jahren hat die Regierung von Ministerpräsident Recep Tayyip Erdoğan keine Mühen gescheut, ein gutes Verhältnis zu seinem Nachbarn Syrien zu pflegen, mit dem es durch eine lange gemeinsame Landgrenze verbunden ist.

Auch die Beziehungen der Türkei zu Iran, der als hauptsächlicher Unterstützer des Regimes Assad gilt und die von der Türkei im Rahmen der „Null-Problem-Politik mit Nachbarstaaten“ von Außenminister Ahmet Davutoğlu gepflegt wurden, sind durch den Kurswechsel im Umgang mit Syrien erheblich belastet worden.