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Der Preis der Natur

Eine der tiefgreifendsten globalen Entwicklungen der heutigen Zeit ist die zunehmende Knappheit natürlicher Ressourcen. Die Preise für Öl und Gas sind ebenso sprunghaft angestiegen wie die Preise für Nahrungsmittel. Dadurch geraten arme Menschen in Notlagen und es ergeben sich große Einkommensverschiebungen zwischen Ländern, aber auch zwischen ländlichen und städtischen Regionen.

Der wichtigste Grund für den Preisanstieg bei natürlichen Ressourcen ist das starke Wachstum, vor allem in China und Indien. Diese Länder haben sich zu wahren Meistern in der Produktion von global wettbewerbsfähigen Produkten und Dienstleistungen entwickelt und deren bereits jetzt sehr große Ökonomien verdoppeln sich alle 7 bis 10 Jahre. Allerdings stößt dieses Wachstum aufgrund physisch limitierter Bestände an Boden, Holz, Öl, Gas und Wasser sowie anderer natürlicher Beschränkungen an seine Grenzen. Wo also aus der Natur stammende Güter und Dienstleistungen auf Märkten gehandelt werden (wie Energie und Nahrung), steigen die Preise. Werden sie nicht auf Märkten gehandelt (wie saubere Luft), führt dies nicht zu hohen Preisen, sondern zu Verschmutzung und einem Schwund der Bestände.