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Das Interventionsdilemma

CAMBRIDGE – Wann sollten Staaten militärisch eingreifen, um Gräueltaten in anderen Ländern zu stoppen? Die Frage ist nicht neu und schon um die ganze Welt gereist. Zurzeit geht es um Syrien.

1904 argumentierte US-Präsident Theodore Roosevelt, dass „es mitunter Verbrechen gäbe, die in so großem Umfang und auf so schreckliche Weise begangen“ würden, dass mit Waffengewalt eingegriffen werden müsse. Ein Jahrhundert früher, 1821, als Europäer und Amerikaner berieten, ob sie in Griechenlands Unabhängigkeitskampf eingreifen sollten, warnte Präsident John Quincy Adams seine Landsleute davor, „ins Ausland zu gehen und nach Monstern zu suchen, die sie zerstören könnten“.