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Dead-Cat-Bounce – das Aufbäumen der Kurse

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2009-04-13

NEW YORK – Schwache Anzeichen dafür, dass sich die Geschwindigkeit des Abschwungs in den Vereinigten Staaten, China und anderen Erdteilen verringert, haben viele Ökonomen zu der Vorhersage veranlasst, dass die USA in der zweiten Hälfte des Jahres wieder positives Wachstum verzeichnen können und dass in anderen hochentwickelten Wirtschaftsnationen eine ähnliche Erholung stattfinden wird. Unter Ökonomen zeichnet sich der Konsens ab, dass das Wachstum im nächsten Jahr in der Nähe der Trendrate von 2,5 % liegen wird.

Investoren sprechen von „grünen Trieben“ der Erholung und positiven „zweiten Ableitungen für die Konjunktur“ (der anhaltende Konjunkturrückgang ist die erste – negative – Ableitung, aber die langsamere Geschwindigkeit deutet darauf hin, dass die Talsohle bald erreicht ist.) Infolgedessen haben die Aktienmärkte in den USA und auf der ganzen Welt angefangen zuzulegen. Die Märkte scheinen an ein Licht am Ende des Tunnels für die Wirtschaft und die arg geschrumpften Gewinne der Unternehmen und Finanzfirmen zu glauben.

Dieser einhellige Optimismus wird meiner Meinung nach nicht von den Fakten gestützt. Ich erwarte dagegen, dass, obwohl sich die Geschwindigkeit des US-Abschwungs von -6 % in den letzten beiden Quartalen verlangsamen wird, das US-Wachstum in der zweiten Hälfte des Jahres immer noch negativ (ca. -1,5 bis -2 %) sein wird (verglichen mit dem positiven Konsens von +2 %). Außerdem wird das Wachstum im nächsten Jahr so schwach (0,5 bis 1 % im Gegensatz zum Konsens von 2 % oder mehr) und die Arbeitslosigkeit so hoch (über 10 %) sein, dass es sich immer noch wie eine Rezession anfühlen wird.

Im Euroraum und in Japan ist der Ausblick für 2009 und 2010 noch schlechter, mit einem Wachstum von fast null sogar im nächsten Jahr. China wird sich Ende des Jahres schneller erholen, doch wird das Wachstum in diesem Jahr lediglich 5 % und 2010 nur 7 % erreichen, weit unter dem Durchschnitt der letzten zehn Jahre von 10 %.

Angesichts dieses schwachen Ausblicks für die großen Wirtschaftnationen werden die Verluste der Banken und anderen Finanzinstitute weiter wachsen. Meine jüngsten Schätzungen belaufen sich auf Verluste in Höhe von 3,6 Billionen Dollar für Darlehen und Wertpapiere, die von US-Instituten vergeben wurden, und 1 Billion Dollar für den Rest der Welt.

Es heißt, dass der Internationale Währungsfonds, der seine Schätzung für die Verluste der Banken Anfang des Jahres von 1 Billion Dollar auf 2,2 Billionen Dollar korrigiert hat, eine neue Schätzung bekanntgeben wird: 3,1 Billionen Dollar Verlust für US-Vermögenswerte und 0,9 Billionen Dollar für ausländische Vermögenswerte – Zahlen, die meinen sehr ähnlich sind. Gemessen daran, sind viele US-amerikanische und ausländische Banken praktisch insolvent und müssen vom Staat übernommen worden. Die Kreditkrise wird viel länger dauern, wenn wir „Zombiebanken“ trotz ihrer massiven und anhaltenden Verluste am Leben halten.

Angesichts dieses Ausblicks für die Realwirtschaft und die Finanzinstitute muss die jüngste Erholung an der US-Börse und den globalen Aktienmärkten als Bärenmarktrally (kurzfristige Erholung) interpretiert werden. Ökonomen scherzen normalerweise, dass die Börse 12 der letzten neun Rezessionen vorhergesagt hat, da die Märkte häufig stark fallen ohne anschließende Rezession. Doch in den letzten zwei Jahren hat die Börse sechs der letzten null Konjunkturerholungen vorhergesagt – das heißt sechs Bärenmarktrallys, die letztendlich im Sand verliefen und zu neuen Tiefständen führten.

Der jüngste „Dead-Cat-Bounce“ (Aufbäumen der Kurse) an der Börse könnte etwas länger dauern, doch werden drei Faktoren dafür sorgen, dass es zu gegebener Zeit wieder abwärts geht. Erstens: Die makroökonomischen Indikatoren werden schlechter sein als erwartet – wobei das Wachstum sich nicht so schnell erholt, wie nach allgemeinem Konsens erwartet wird.

Zweitens: Die Gewinne und Einnahmen von Unternehmen und Finanzinstituten werden nicht so schnell wieder steigen, wie übereinstimmend vorhergesagt, da ein schwaches Wirtschaftswachstum, Deflationsdruck und steigende Ausfälle bei den Unternehmensanleihen die Preissetzungsmacht der Firmen einschränken und die Gewinnspannen niedrig halten werden.

Drittens: Finanzschocks werden schlimmer sein als erwartet. Irgendwann werden die Investoren merken, dass die Verluste der Banken gewaltig sind und dass einige Banken insolvent sind. Die Verringerung des Verschuldungsgrads von hochgradig fremdfinanzierten Firmen – wie z. B. Hedgefonds – wird dazu führen, dass sie illiquides Aktivvermögen auf illiquiden Märkten verkaufen. Und einige aufstrebende Wirtschaftsnationen werden – trotz massiver Unterstützung durch den IWF – eine schwere Finanzkrise mit ansteckender Wirkung auf andere Länder erleben.

Während also diese letzte Bärenmarktrally noch etwas länger anhalten kann, ist ein weiterer Abwärtsdruck auf die Aktien und auf andere riskante Vermögenswerte unvermeidbar.

Gewiss haben sehr viel aggressivere politische Maßnahmen (eine massive und unkonventionelle Lockerung der Geldpolitik, größere fiskalische Konjunkturpakete, Rettungspläne für Finanzfirmen, individuelle Hilfe für Hypothekenschuldner und größere finanzielle Unterstützung für notleidende aufstrebende Märkte) in vielen Ländern das Risiko einer Beinahe-Depression in den letzten Monaten verringert. Diese erschien vor sechs Monaten, als die globalen Finanzmärkte nahezu zusammenbrachen, äußerst wahrscheinlich.

Dennoch wird diese globale Rezession länger anhalten, als der Konsens nahelegt. Es gibt vielleicht ein Licht am Ende des Tunnels – keine Depression und keine Kernschmelze der Finanzmärkte. Doch wird die wirtschaftliche Erholung überall schwächer ausfallen und länger dauern als erwartet. Dasselbe gilt für eine anhaltende Erholung der Finanzmärkte.

Nouriel Roubini ist Professor für Ökonomie an der Stern School of Business an der New York University und Vorsitzender von RGE Monitor (www.rgemonitor.com).

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Marrion 06:58 10 Nov 09

It is true. Though economists say that the economy is somehow growing, it is a very little light. It will surely take long for us to get fully recover from crisis. It’s in every part of the world. Let’s say that our country is having improvement, we can’t say that we are recovering from recession because there are lots of countries that are still down. Having debts is evidence that we are still in great need. For us, we should be smart and wise in spending. Avoid debt as much as possible. And if you’re having too much, better start paying down your debt. The more you pay down debt , the more debt relief you have, and the closer you are to being free.



AUTHOR INFO

Nouriel Roubini is Chairman of Roubini Global Economics, Professor of Economics at the Stern School of Business, New York University, and co-author of the book Crisis Economics.