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Die Erneuerung des europäischen Traums

PRINCETON: Die Eurokrise und das kürzliche Thronjubiläum von Königin Elizabeth haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun. Tatsächlich jedoch vermitteln sie uns gemeinsam eine wichtige Lehre: die von der Macht einer positiv besetzten Idee – und der Unmöglichkeit, ohne eine solche Erfolg zu haben.

In seinem Kommentar zur Boots- und Reiterparade im Rahmen der Jubiläumsfeiern sprach der Historiker Simon Schama gegenüber der BBC über „kleine Boote und große Ideen“. Die größte Idee war dabei, dass die britische Monarchie dazu diene, die Vergangenheit des Landes auf eine Weise mit seiner Zukunft zu verknüpfen, die die Kleinlichkeit und Hässlichkeit der Tagespolitik überwindet. Das mehr als ein Jahrtausend zurückreichende Erbe von Königen und Königinnen – die bleibende Symbolik von Kronen und Kutschen, und die buchstäbliche Verkörperung des englischen und nun des britischen Staates – verbindet die Briten auf einer gemeinsamen Reise.