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Wie hoch ist der tragbare Wert des Dollar?

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2008-07-23

Wie tief wird der Dollar noch fallen? Oder ist sein Kurs schon so weit gesunken, dass er nun wieder auf einen höheren Wert klettern wird?

Für Reisende aus Europa oder Asien sind die Preise in den USA dramatisch niedriger als in ihren Heimatländern. Ein Hotelzimmer oder ein Essen in New York erscheinen im Vergleich zu den Preisen in London, Paris oder Tokio als wahre Schnäppchen. Und vor der Heimreise decken sich Kauflustige noch ausgiebig mit einer großen Zahl an Produkten ein.

Aber trotz dieser sehr offenkundigen Sachlage, wäre es falsch, daraus zu schließen, dass amerikanische Waren zum derzeitigen Wechselkurs des Dollars nun so billig sind, dass der Dollar von nun an steigen muss. Obwohl nämlich Waren und Dienstleistungen in den USA für Reisende weniger kosten mögen als in anderen Ländern, sind die Preise amerikanischer Produkte insgesamt noch immer zu hoch, als dass sie das enorme Handelsungleichgewicht zwischen den USA und dem Rest der Welt ausgleichen könnten.

Natürlich hat der fallende Dollar in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass amerikanische Produkte wettbewerbsfähiger wurden und dass der reale Wert der US-Exporte stark anstieg – um über 25 Prozent in den letzten drei Jahren. Allerdings blieb das Handelsbilanzdefizit im Jahr 2007 auf einem Wert von über 700 Milliarden Dollar oder 5 Prozent des BIP.

Das große Handelsbilanzdefizit und das nicht minder große Leistungsbilanzdefizit (in dem auch Nettokapitalerträge erfasst sind) bedeuten, dass ausländische Investoren ihren Beständen Wertpapiere im Wert von 700 Milliarden Dollar hinzufügen müssen. Ihr Unwille dies bei dem derzeitigen Wechselkurs zu tun, verursacht nun den weiteren Verfall des Dollars im Verhältnis zu anderen Währungen. Der fallende Dollar bewirkt, dass auch der Wert der Dollar-Papiere in ausländischen Portfolios sinkt, wenn sie in Euro oder anderen Währungen bewertet werden. Dadurch schrumpft der Dollar-Anteil in den Portfolios der Anleger. Der schwächere Dollar verringert auch das Risiko einer zukünftigen Dollar-Abwertung, weil der Dollar weniger fallen muss, um die Handelsbilanz auf ein tragbares Niveau zu bringen. 

Aber was ist nun ein tragbares Niveau der Handelsbilanz und des Dollars? Während Experten dies in Bezug auf die Ausgewogenheit in den Portfolios festzustellen versuchen, gibt es noch einen grundlegenderen Ansatz. Ein Handelsbilanzdefizit der USA bedeutet nämlich, dass die Amerikaner vom Rest der Welt mehr Güter und Dienstleistungen beziehen, als sie umgekehrt verkaufen – im letzten Jahr betrug der Unterschied 700 Milliarden Dollar.  Diese Differenz wurde durch den Transfer von Aktien und Anleihen im Wert von 700 Milliarden Dollar überbrückt. Zinsen und Dividenden für diese Papiere werden durch die Ausgabe weiterer „Stücke Papier“ finanziert. Und bei Fälligkeit werden diese Papiere mit neuen Aktien und Anleihen refinanziert.

Es ist undenkbar, dass das Weltwirtschaftssystem es den USA bis in alle Ewigkeit ermöglichen wird, mehr Güter und Dienstleistungen zu importieren als zu exportieren. Irgendwann werden die USA diesen enormen Betrag zurückzahlen müssen, den man vom Rest der Welt zur Verfügung gestellt bekam. Um dazu in der Lage zu sein, brauchen die USA allerdings einen Handelsbilanzüberschuss.

Entscheidend für den langfristigen Wert des Dollar ist also, dass er weit genug fallen muss, um aus dem Handelsbilanzdefizit der USA einen Überschuss zu machen. Das wird so schnell nicht geschehen, aber die Richtung, in welche sich die Handelsbilanz bewegen muss, wurde bereits eingeschlagen. Und das bedeutet eine weitere Abwertung des Dollar.

Bedeutende Faktoren in diesem Prozess werden auch der zukünftige Ölpreis sowie die Abhängigkeit der USA von Ölimporten sein. In jedem der letzten vier Jahre importierten die USA 3,6 Milliarden Barrel Öl. Beim derzeitigen Ölpreis von 140 Dollar pro Fass, ergeben sich daraus Importkosten von 500 Milliarden Dollar.  Je höher die Kosten für Öl, desto niedriger muss der Kurs des Dollars sein, um eine Senkung des Handelsbilanzdefizits zu erreichen. Ein steigender Ölpreis, gemessen in Euro oder Yen, ergibt einen noch stärker fallenden Dollar und daher einen noch höheren Dollar-Ölpreis.

Es ist noch eine weitere wichtige Überlegung hinsichtlich des zukünftigen Wertes des Dollars einzubeziehen: die relativen Inflationsraten in den USA und in anderen Ländern. Das US-Handelsbilanzdefizit hängt vom realen Wert des Dollars ab – das heißt vom Wert des Dollars bereinigt um die unterschiedlichen Preisniveaus in den USA und anderen Ländern. Wenn es in den USA eine höhere Inflation gibt als bei den Handelspartnern muss der Nominalwert des Dollars sogar noch weiter fallen, nur um den gleichen realen Wert beizubehalten.

Die Inflationsdifferenz zwischen dem Dollar und dem Euro ist relativ gering – nur etwa ein Prozentpunkt pro Jahr – aber sie ist größer im Verhältnis zum Yen und kleiner gegenüber dem Renminbi und anderen Hochinflationswährungen. Längerfristig allerdings könnten diese Inflationsdifferenzen eine wichtigere Rolle spielen, wenn es um die Bestimmung des zukünftigen Weges des Dollars geht. 

Martin Feldstein ist Wirtschaftsprofessor in Harvard und war Vorsitzender des wirtschaftlichen Beraterstabes von Präsident Ronald Reagan sowie Präsident des amerikanischen Wirtschaftsforschungsinstituts National Bureau for Economic Research

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AlexiaB 10:40 17 Jun 09

Financial crisis has been a major dilemma of everyone. More and more financial institutions are going down due to the recession the continuously invading. Nevertheless, the dollar value, by that meaning the value of the American currency against all other currencies, is of great concern as many countries peg (or set) their currency value by the dollar. The dollar's value has been fluctuating, and lately it has been trending downward, especially against other currencies such as the Yuan, currency of China. Currency values are a complex thing and many would give a cash advance loan to bump up the dollar value . The world's economies are fast becoming one linked economy, and in the modern age, oil's up as the commodity with most value, and gold's down. The dollar value is something we all should be a little concerned with.



AUTHOR INFO

Martin Feldstein, Professor of Economics at Harvard, was Chairman of President Ronald Reagan's Council of Economic Advisers and is a former president of the US National Bureau for Economic Research.