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Die Ökonomie in der Verweigerung

PARIS – Kurz bevor er aus dem Amt des Präsidenten der Europäischen Zentralbank ausschied, monierte Jean-Claude Trichet in einem Anfall von Verärgerung: „Als politischer Entscheidungsträger halte ich die in der Krise die verfügbaren  [Wirtschafts- und Finanz-] Modelle nur für bedingt hilfreich. Ich würde sogar noch weiter gehen: angesichts der Krise fühlten wir uns von den herkömmlichen Instrumenten im Stich gelassen.“   

Trichet suchte nach Anregungen in anderen Disziplinen – in Physik, Technik, Psychologie und Biologie – die ihm bei der Erklärung der von ihm erlebten Phänomene helfen sollten. Es handelte sich um einen bemerkenswerten Hilferuf und um eine ernste Anklage der gesamten ökonomischen Profession, von all den üppig entlohnten Finanzprofessoren an den Wirtschaftsfakultäten von Harvard bis Hyderabad ganz zu schweigen.