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Ohne zentrale (Be-)Steuerung kein Euro

CAMBRIDGE – Angesichts einer Jugendarbeitslosigkeit von beinahe 50 Prozent in Euroländern wie Spanien und Griechenland, fragt man sich, ob hier eine Generation zugunsten einer Einheitswährung geopfert wird, deren Mitgliedsländer einfach zu unterschiedlich sind, um eine zukunftsfähige Währungsunion zu bilden. Sollte dies der Fall sein, ergibt sich daraus die Frage, ob eine Erweiterung der Eurozone tatsächlich dem offenkundigen Ziel Europas dient, die wirtschaftliche Integration zu maximieren, ohne dabei notwendigerweise eine vollständige politische Union anzustreben.

Die gute Nachricht ist, dass die wirtschaftswissenschaftliche Forschung einiges darüber sagen kann, ob Europa eine Einheitswährung haben sollte. Die schlechte Nachricht besteht darin, dass mittlerweile zunehmend klar wurde, dass Währungsräume – zumindest für große Länder – höchst instabil sind, wenn sie nicht nationalen Grenzen folgen. Eine Minimalanforderung für eine Währungsunion ist ein Staatenbund mit viel stärker zentralisierten Befugnissen hinsichtlich Steuereinhebung und anderen Kompetenzen als dies europäische Spitzenpolitiker für die Eurozone planen.